Saison 1994

Winnetou

Die Handlung

Das Greenhorn Charly arbeitet als Hauslehrer in Saint Louis. Büchsenmacher Henry unterrichtet ihn nebenbei in allerlei anderen Fertigkeiten, die ein echter Westmann und Landvermesser braucht. Eines Tages überrascht Henry den jungen Charly damit, dass er ihn bei der Bahngesellschaft einen Auftrag verschafft hat: Er soll eine neue Bahnstrecke quer durch den Wilden Westen vermessen. Voll Abenteuerlust sagt Charly zu – ohne zu wissen, dass sich dadurch sein Leben vollkommen verändern wird.
Der Bahnarbeitertrupp ist eine zusammengewürfelte Truppe aus zwielichtigen Westleuten, Raufbolden und dem etwas kauzigen Sam Hawkens, der ständig „wenn ich mich nicht irre“ sagt. Mit letzterem freundet sich Charly schnell an und lernt von ihm allerlei für das Leben im Wilden Westen.
Eines Tages tauchen drei Männer vom Stamm der Apachen im Bahnarbeiter-Camp auf. Es sind Häuptling Intschu-tschuna, sein Sohn Winnetou und der weiße Vater Klekih-petra. Sie wollen, dass die Bleichgesichter vom Land der Indianer verschwinden. Der Streit eskaliert und Raufbold Rattler erschießt Klekih-petra.
Es kommt zum bewaffneten Konflikt zwischen Apachen und Bahnarbeitern. Charly, der inzwischen wegen seines enorm starken Schmetterschlags Old Shatterhand genannt wird, und sein Lehrmeister Sam Hawkens schlagen sich bald auf die Seite der Indianer, die von der Bahngesellschaft betrogen und beraubt werden. Zwischen Old Shatterhand und Winnetou entsteht eine Freundschaft. Sie verjagen die anderen Bleichgesichter und werden schließlich Blutsbrüder.

Hintergründe

Es ist die erste Saison als Laientheater-Verein mit eigener Spielstätte – und sie beginnt direkt mit einem Paukenschlag: Schirmherr Gojko Mitic besucht eine Vorstellung in der ostsächsischen Kleinstadt Bischofswerda. Viele Menschen strömen deshalb in den Stadtwald. Gojko Mitic zeigt sich begeistert von dem Projekt und bietet der Spielgemeinschaft weitere Unterstützung an. Er wird sein Versprechen halten. In den folgenden Jahren besucht er viele Vorstellungen und Proben, bringt Fernsehteams auf die Waldbühne und unsere Mitstreiter in TV-Studios.
Die Karl-May-Spiele Bischofswerda sind für alle Helfer eine Herzensangelegenheit – eine großartige Möglichkeit, Kinder von der Straße und vom Computer weg zu holen. Jeder arbeitet ehrenamtlich mit. Die kleinsten Karl-May-Spiele finden immer mehr Befürworter in der Region, die das Projekt auch finanziell unterstützen.
So wird ab 1994 die Waldbühne am Schmöllner Weg in Bischofswerda aufgebaut. Die Stadt erlässt dem Verein seit Beginn die Pacht für das Gelände in der ehemaligen Sandgrube. So entsteht vorerst provisorisch die Bühne. Ein großer Sandhügel existiert bereits, ein zweiter wird als Tribüne errichtet. Auf ihn werden zu jeder Vorstellung extra vom städtischen Bauhof herangekarrte Bänke aufgestellt. In den ersten Jahren besteht das Bühnenbild aus Spielwarentipis.
Der Verein arbeitet in diesem Jahr zum ersten Mal mit dem Reit- und Fahrverein am Valtenberg Neukirch e.V. zusammen, sodass insgesamt fünf Pferde das Stück bereichern. Auch eine Kutsche rollt durch den Sand der Waldbühne. Die Kooperation mit dem Reitverein aus dem benachbarten Ort wird länger als zehn Jahre andauern.

Highlights

Es beginnt der Aufbau einer eigenen Spielstätte im Stadtwald von Bischofswerda.
2.000 Zuschauer besuchen dort die insgesamt vier Vorstellungen. Es sind die ersten zahlenden Gäste der Karl-May-Spiele Bischofswerda. Der Eintritt: 3 und 5 D-Mark.
Die Anzahl der Darsteller wächst auf 25 Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis zwölf Jahren.
Auch in diesem Jahr schreibt Uwe Hänchen das Textbuch und führte Regie.

Besetzung

Rolle Besetzung
Winnetou Danilo Heinze
Old Shatterhand Sebastian Benedix
Intschu-tschuna Marcus Hübner
Klekhi-petra Eric Gebauck
Nscho-tschi Verena Puppe
Sam Hawkens Sebastian Benkö
Mr. Henry Jan Reuß
Rattler Nadine Hoffmann
Bancroft Tina Naumann

Rolle Besetzung
Mr. White Mandy Hänchen
Scout Ira Kaltschmidt
Medizinmann Christoph Moewes
Lady Baker Eva Strakow
Emmy Susanne Wünsch
Indianer und Westleute Katrin, Sybille und Sebastian Hultsch, Rene Müller, Michael Reball, Thomas Pietschmann, Clemens Knoll, Daniel Moewes, Robert Strakow, Peer Trepte, Patrick Franke, Linda Gnauck, Michaela Schölzel, Thomas Seidel, Ben Hänchen

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