Über uns

Spielgemeinschaft "Gojko Mitic" Bischofswerda e.V.

Das Projekt

Die Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ Bischofswerda e.V. veranstaltet seit 1993 die kleinsten Karl-May-Spiele Deutschlands mit den jüngsten Darstellern. In den jährlichen Neuinszenierungen werden die Western-Geschichten des sächsischen Volksschriftstellers Karl May auf die Waldbühne gebracht. Bei den Aufführungen wirken mehr als 80 Darsteller mit – vom Kleinkind bis zum Rentner. Seit 2002 gibt es neben dem Hauptprojekt, der Kinderbesetzung, auch eine Jugend- und Erwachsenenbesetzung. Dort schlüpfen ehemalige Kinderdarsteller und Eltern in die Hauptrollen. Die Jüngeren wirken dann als Statisten mit.
Bei den Aufführungen spielen auch zahlreiche Tiere mit. Außer den zehn Pferden sind dabei schon Esel, Bärenkinder, Ziegen, Hunde, Tauben, Greifvögel, Rinder und eine Riesenschlange zu sehen gewesen. Auch sonst bieten die Karl-May-Spiele Bischofswerda alles, was auch große Karl-May-Bühnen zeigen: Spannung, Action, Effekte, westerngetreue Kulissen, Requisiten, Kostüme und Fahrzeuge.
In jedem Jahr besuchen bis zu 11.000 Zuschauer die Vorstellungen auf der Waldbühne Bischofswerda. Zur 21. Saison im Jahr 2013 konnten wir den insgesamt 100.000. Zuschauer begrüßen.

Der Verein

Die Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ Bischofswerda e.V. ist ein rein ehrenamtlich organisierter und gemeinnütziger Verein. Seit der Gründung ist Uwe Hänchen der Vereinsvorsitzende und Leiter der Karl-May-Spiele Bischofswerda. Er führt jedes Jahr Regie und schreibt die meisten Textbücher selbst. Für sein Engagement ist ihm 2017 von Bundespräsident Joachim Gauck der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden.
Der Verein wurde am 13. Juni 1993 gegründet – dem Tag der ersten Vorstellung. Namensgeber, Schirmherr und Freund des Projekts ist der Schauspieler Gojko Mitic, bekannt aus den zwölf DEFA-Indianerfilmen und zahlreichen Karl-May-Produktionen. Insgesamt umfasst der Verein mehr als 120 Mitglieder, davon 80 Kinder und Jugendliche. Derzeitiger Vorstand sind Uwe Hänchen, Simone Keimel, Friedemann Heinrich und Jana Wagner-Zemanek.
Die Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ Bischofswerda definiert sich von Beginn an als ein soziales Projekt – nach innen und außen. So werden die Eintrittspreise von Anfang an niedrig gehalten, damit jeder die Vorstellungen besuchen kann. Geld wird eher über öffentliche Förderungen, Spenden und Sponsoren eingeholt. Auch das Mitmachen ist immer niedrigschwellig, betont Uwe Hänchen: „Es gab und gibt keine Bedingungen, um mitmachen zu können. Bei uns stehen Gymnasiasten neben Kindern mit Lernschwierigkeiten, in Deutschland Geborene neben Russlanddeutschen oder Flüchtlingen auf der Bühne.“ Gleiches gilt auch hinter der Bühne. Dort helfen die Zahnarzt-Mama beim Anziehen, ein „Mini-Jobber“ beim Kulissenbauen und der Unternehmer-Vater beim Perückenaufsetzen.

Gründe, bei uns Mitglied zu werden:

  • Wir integrieren jeden, der bei uns mitmachen will.
  • Man ist immer mit jungen und kreativen Leuten zusammen.
  • Auch als Erwachsener darf man hier noch Kind sein.

Was man bei uns werden kann:

  • Darsteller, Statist, Tänzer, Showkämpfer, Stuntman, Reiter, Kutscher, Bogenschütze, Musiker
  • Kostümhersteller, Fundusverwalter, Kulissenbauer, Requisitenhersteller, Maskenbildner, Kinderbetreuer, Tontechniker, Pyrotechniker, Servicemitarbeiter, Regisseur, Autor
  • Werbefachmann, Chronist, Archivar, Sicherheitsverantwortlicher, Ordner, Kassierer, Verkäufer
  • Sponsor und Unterstützer

Die Bühne

Die Waldbühne in der ehemaligen Sandgrube im Stadtwald von Bischofswerda ist unser ganzer Stolz. Als wir den Ort 1993 als künftige Spielstätte ausgesucht haben, war hier nicht mehr als ein leerer Platz. Von den Sitzbänken bis zu den Felskulissen, vom Bratwurststand bis zu den Umkleideräumen – alles auf dieser idyllischen Lichtung ist durch die Mitglieder, Freunde und Partner unseres Vereins entstanden.
Zuerst haben wir einen Hügel aufgeschüttet und Bänke für die Zuschauer darauf gestellt. 1995 sind dann die ersten festen Sitzplätze entstanden, damals gesponsert von der Firma Max Aicher, die den Verein bis heute bei zahlreichen Bauprojekten unterstützt. Mittlerweile umfasst der Zuschauerraum 500 Plätze.
Auch das Bühnenbild ist historisch gewachsen. Erste feste Kulisse wird 1996 eine Felsformation mit Höhleneingang aus natürlichem Granit. Diese wird von 2008 bis 2012 komplett überarbeitet und erweitert. Es entstehen ein Felsturm mit Wasserfall und eine Felszinne, die aus dem Sandberg herausragt. Felskulissen mit bemalten Styropor-Verkleidungen gehören so nach vielen Jahren der Vergangenheit an.
1998 wird ein Holz-Fort mit zwei Türmen und einer Brücke gebaut. Diese Kulisse verändert sich nahezu jedes Jahr. Sie ist schon eine mexikanische Estancia, ein indianisches Pueblo oder eine Westernstadt gewesen. Im Jahr 2017 wird die feste Holzkulisse komplett saniert, sodass sie umfangreicher genutzt werden kann. Im Zuge dessen ist auch die Bühne um einige Quadratmeter größer geworden.
Für die Produktion des Karl-May-Spiels „Der Schatz im Silbersee“ im Jahr 2005 wird ein Teich errichtet, auf dem ein Kanu fahren kann. Dieser ist nun, mittlerweile in veränderter Form, ein fester Bestandteil des Bühnenbilds.
Ein fester Stromanschluss wird bereits in den neunziger Jahren installiert. Feste sanitäre Anlagen sind erst 2014 entstanden. Auch gibt es mittlerweile einen Sonnenschutz für besonders heiße Tage. Hinter den Kulissen existieren Umkleideräume, ein Raum für Requisiten und Kostüme sowie Stallungen für die Pferde.
Das gehört noch zur Waldbühne:

  • kostenfreie Parkplätze
  • überdachter Getränke- und Imbissservice für über 200 Besucher
  • Souvenirstand der Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ mit zumeist im Verein handgefertigten Andenken

  • Stimmen

    „Wenn ich bei Proben oder Vorstellungen in Bischofswerda dabei bin, merke ich, wie die Kinder und Jugendlichen in ihren Aufgaben aufgehen. Dass ich meinen Namen dafür gegeben habe, darauf bin ich heute sehr stolz.“

    Gojko Mitic, Schauspieler und Schirmherr der Karl-May-Spiele Bischofswerda

  • Stimmen

    „Die Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ in Bischofswerda bietet viel mehr als ein spannendes Freizeitangebot mit viel kreativem Freiraum. Er bietet auch die Begegnung mit großer Literatur, einem großen Schriftsteller und großen humanistischen Idealen.“

    Stanislaw Tillich, Ministerpräsident Sachsens, bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Uwe Hänchen

  • Stimmen

    „Die spielenden Kinderdarsteller zu erleben, ist eine Freude und erinnert mich an meinen eigenen künstlerischen Weg vom Kleindarsteller bis „Stubbe“. Der Besuch Eurer Aufführung mit dem Enkelkind wurde für uns ein echter Familientag.“

    Wolfgang Stumph, Schauspieler, nach einer Vorstellung der Karl-May-Spiele Bischofswerda

  • Stimmen

    „Als Kind träumten wir davon, Indianerstücke aufzuführen. Mit diesem Verein ist dies für die heutigen Kinder und Jugendlichen Realität.“

    Andreas Erler, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Bischofswerda

  • Stimmen

    „Es ist eine Klasse für sich, was ihr da so alles auf die Beine stellt und es gibt ganz sicher in Deutschland nichts Vergleichbares.“

    Olaf Hörbe, Schauspieler, Regisseur, Autor der Landesbühnen Sachsen

  • Stimmen

    „Seit ich für die Spielgemeinschaft arbeite, bin ich ein ganz anderer Mensch. Dieser Verein hat mir meine Würde wiedergegeben.“

    Lothar Gnauck, Bürgerarbeiter

  • Stimmen

    „Alles geschieht im Ehrenamt, in der Freizeit ohne Gage oder Honorar. Hochachtung!“

    Michael Harig, Landrat des Landkreises Bautzen

  • Stimmen

    „Diese kleine Bühne hat mich sofort fasziniert, seit meinem ersten Besuch. Bei euch führen Kinder nicht nur irgendwelchen Klamauk auf, sondern spielen die Stücke sehr genau und nahe am Werk von Karl May.“

    Rene Wagner, ehemaliger Direktor des Karl-May-Museums Radebeul

  • Stimmen

    „Ihr habt in der Karl-May-Szene eine absolute Berechtigung.“

    Herbert Graedtke, Schauspieler, Regisseur, erster Old Shatterhand der DDR

  • Stimmen

    „Eine wunderbare Chance für die jungen Leute! Es gibt keine bessere Schule für das Leben als das Theater. Man muss sich über sich selbst klar werden und man lernt, dass das große Ganze von jedem Einzelnen abhängt. Und der Applaus stärkt das Selbstbewusstsein. Davon kann man lange zehren. Danke an alle, die das immer wieder ermöglichen!“

    Lutz Hillmann, Intendant des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen

  • Stimmen

    „Ich freue mich ganz besonders, dass sich in Ihrem Verein die jugendlichen Darstellerinnen und Darsteller mit viel Engagement und Zeit daran machen, anderen durch die Aufführungen ein schauspielerisches Erlebnis zu bieten.“

    Kurt Biedenkopf, ehemaliger Ministerpräsident des Freistaates Sachsen

  • Stimmen

    „Herzblut, Begeisterung, Können, professionelle Einstellung und Respekt vor der literarischen Vorlage – so macht Karl May auf der Bühne Spaß!“

    Ulrich Neumann, Autor bei der Fachzeitschrift Karl-May & Co.

  • Stimmen

    „Karl-May-Bühnen verfügen zumeist über professionelle Darsteller. Einige dieser Profis sollten gelegentlich nach Bischofswerda fahren, um sich anzusehen, was diese Kinder und Jugendlichen fertig bringen.“

    Dieter F. Gottwald, Textbuchautor

  • Stimmen

    „Allergrößten Respekt und Hochachtung dafür, einen solchen Sack Flöhe ohne Nervenzusammenbruch zusammenzuhalten und zu achtbaren Darstellungen zu führen.“

    Jethro D. Gründer, Schauspieler, Autor, Regisseur und Horseman vom Pferde-HOF-Theater Wölkau

  • Stimmen

    „Die Karl-May-Spiele sind ein wichtiger überregionaler Anziehungspunkt für unsere Stadt.“

    Norman Reitner, ehemaliger Kulturmanager der Stadt Bischofswerda

  • Stimmen

    „Erlebnisse sind wichtig und prägend, aber das kann man nicht theoretisch vermitteln, man muss sie gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen inszenieren! Genau diesen wichtigen erlebnispädagogischen Grundsatz setzt die Spielgemeinschaft seit Jahren um.“

    Andreas Mikus, Teamchef des Netzwerkes für Kinder- und Jugendarbeit Bischofswerda

  • Stimmen

    „Seit mehr als zehn Jahren sponsere ich nun schon die farbliche Gestaltung der Kulissen. Und jedes Jahr freue ich mich aufs Neue. Es macht einfach riesigen Spaß zu sehen, was hier jedes Jahr entsteht.“

    Uwe Gloge-Häntschel, Wandmaler

  • Stimmen

    „Kinder und Jugendliche benötigen für die Entwicklung Ihrer Persönlichkeit Freiräume, Herausforderungen sowie einen stabilen Rahmen für ihre Aktivitäten. Alles das bietet die Spielgemeinschaft seit Jahren.“

    Tilo Moritz, Jugendhaus Neukirch

  • Stimmen

    „Was wir Erwachsenen uns beim Spielen Schritt für Schritt zurückholen müssen, ist den Darstellern in Bischofswerda schon mitgegeben – das Kind in uns. Das ist es, was die Herzen beim Zuschauen berührt.“

    Jean-Marc Birkholz, Schauspieler und Winnetou-Darsteller in Elspe

Gojko Mitic

Er ist der „Winnetou des Ostens“ und gilt als DEFA-Oberindianer. Jedes Mädchen im Osten wollte einen Mann wie ihn und jeder Junge wollte so sein wie er. Und auch im Alter hat Gojko Mitic nichts an Strahlkraft verloren. Für uns ist er nicht nur der Star, sondern auch Schirmherr, Vorbild und Freund.

Uwe Hänchen

Von Beginn an leitet er das Projekt Karl-May-Spiele Bischofswerda – ehrenamtlich neben seiner Arbeit als Pädagoge. Mit Leidenschaft, Enthusiasmus und auch mit Strenge stellt Uwe Hänchen jedes Jahr eine neue Inszenierung auf die Beine. Dafür erhielt er bereits viele Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz.

Kommentar von Uwe Hänchen