Saison 2011

Halbblut

Die Handlung

Ik Senanda, Sohn eines Trappers und einer Indianerin, wächst elternlos bei den Komantschen auf. Obwohl er vom Stamm als Halbblut verachtet wird, setzt sein Großvater Tokvi Kava alles daran, ihn zu einem roten Krieger zu erziehen. Er befiehlt ihm, sich als Scout von den Eisenbahnern anstellen zu lassen, um die Gelegenheit für einen Überfall auf deren Siedlung Firwood-Camp auszukundschaften.
Unter falschem Namen erschleicht sich Ik Senanda das Vertrauen der Ingenieurin im Camp, hat aber nicht mit den Westmännern Hobble-Frank und Tante Droll gerechnet, die dort unerwartet eintreffen. Auch Has und Kas Timpe, zwei Trapper auf der Suche nach ihrem betrügerischen Vetter, schöpfen Verdacht.
Winnetou und Old Shatterhand erkennen, dass die Komantschen auf dem Kriegspfad sind und warnen bei ihrem Eintreffen im Camp die Eisenbahner. Die Lage spitzt sich zu, als Winnetou Ik Senanda als Kundschafter der Komantschen verdächtigt.
Dann überstürzen sich die Ereignisse. Winnetous Silberbüchse und Old Shatterhands Henrystutzen werden gestohlen. Beide verlassen das Camp, um die Diebe zu verfolgen. Zu allem Überfluss geraten auch noch Goldgräber, angeführt von „Majestät“, zwischen die Fronten der gegnerischen Parteien. Und der Überfall der Komantschen steht unmittelbar bevor.
Doch Winnetou und Old Shatterhand gelingt es, den Angriff der Komantschen zu verhindern. Sie bekommen ihre Gewehre zurück und auch die Goldgräber werden mit dem Leben davonkommen. Auch Has und Kas finden ihren Vetter.

Hintergründe

Das erste Mal zeigen wir eine Inszenierung namens „Halbblut“. Doch dem Inhalt widmen wir uns nicht zum ersten Mal. Unter dem Titel „Der Schwarze Mustang“ kam der Stoff bereits im Jahr 2000 zur Aufführung. Damals hat ebenfalls Ulrich Neumann die Bühnenfassung für uns geschrieben. Seitdem ist viel passiert. Von der damaligen Besetzung stehen nur noch Ben Hänchen und Marcel Schön als Darsteller auf der Bühne.
Schon im Vorfeld der Saison sorgt das Plakat des Karl-May-Spiels 2011 für Aufsehen. Es gilt als das bisher gelungenste Motiv der Bischofswerdaer Karl-May-Spiele. Serdar Semmer als Darsteller der Titelfigur erweist sich nicht nur als Fotomodell, sondern auch als Darsteller in der Kinderbesetzung als eine Idealbesetzung.
Jüngster Darsteller ist der erst sechs Monate alte Tristan Amadeus Gründer. In der Anfangsszene „spielt“ er das eben erst geborene Halbblut. Wenn der jüngste Darsteller nicht in Form war, ist er durch eine Babypuppe gedoubelt worden.
Eine große Besonderheit in dieser Saison: Mit Daniel Otterbach spielt ein Darsteller mit, der extra dafür aus dem über fünfhundert Kilometer entfernten Siegen in Westfalen anreist. Der gelernte Koch hat seine Arbeit für die Spielzeit aufgegeben und wohnt vier Monate lang in Ostsachsen, um als Darsteller der Karl-May-Spiele in Bischofswerda mitwirken zu können. Doch der Wettergott meint es nach vielen Jahren diesmal nicht gut mit uns. Die Spielsaison beginnt verregnet. Die Premieren beider Besetzungen können gerade so noch gespielt werden. Am darauffolgenden Sonntag aber muss auf der Waldbühne „Land unter“ vermeldet werden. Doch durch Zusatzveranstaltungen und vollständig ausverkaufte Vorstellungen am zweiten Wochenende werden die Ausfälle mehr als wettgemacht. Am Ende der Saison kann trotz der widrigen Umstände ein neuer Zuschauerrekord verkündet werden.
Auch ein weiterer Bauabschnitt kann fertig gestellt werden: Eine Eisenbahnstrecke im hinteren Bühnenbereich ist nun fest installiert. Sie ermöglicht einen actionreichen Zugüberfall in der Inszenierung.
Fulminanter Schlusspunkt des diesjährigen Stückes: Am Ende der letzten Szene galoppiert unter den Augen der Blutsbrüder eine freilaufende Pferdeherde im Galopp über die Waldbühne.

Textbuch: Dieter F. Gottwald
Regie: Uwe Hänchen

Highlights

Die 15 Vorstellungen dieser Spielzeit werden von 7.500 Zuschauern besucht.
Der Darsteller des Old Shatterhand in der Jugendbesetzung fällt wegen einer Verletzung zwei Wochen vor der Premiere aus. Es gibt zwei Umbesetzungen. Johannes Schwarz und Ben Hänchen springen kurzfristig in neue Rollen. Eine Vorstellung muss wegen Starkregens ausfallen, doch es gibt eine Ersatzvorstellung.
Eine Pferdeherde galoppiert frei über die Waldbühne.

Besetzung

Rolle Kinderbesetzung Jugendbesetzung
Winnetou Johann Gähler Moritz Lehmann
Old Shatterhand Paul Wetzlich Ben Hänchen
Ik Senanda Serdar Semmer Johannes Schwarz
Tokvi Kava Marcel Schön Marcel Schön
Miss Leveret Anne-Sophie Hoffmann Christina Schwarz
Hobble-Frank Janko Scheudeck Friedemann Heinrich
Tante Droll Janik Hoffmann
Jonas Stachowski
Rene Hofmann
Kas Timpe Verena Hauswald Daniel Otterbach
Has Timpe Hanna Scheudeck Lukas Gähler
Hum Timpe Gustav Pötschke Dorian Brode
Majestät Salome Feichtinger Christoph Schwer
Hong Selma-Pauline Schmidt Maria Bischof
Kong Helena Golaszewski Annegret Glathe

Rolle Kinderbesetzung Jugendbesetzung
Carmencita Melanie Löpelt Jasmin Hofmann
Kita Homascha Jeremias Golaszewski Peter Stürzner
Mo-la Josephin Steglich Annekatrin Düring
Schamanin Susann Lehmann Susann Lehmann
Campmusiker Robin Keimel Robin Keimel
Indianerbaby Tristan Amadeus Gründer Tristan Amadeus Gründer
Komantschen, Bahnarbeiter und Goldgräber Richard und Romy Keimel, Luise und Clemens Dapar, Vincent und Justus Beyer, Leonhard und Benedikt Römer, Leticia und Samuel Busch, Maxi und Bruno Kristbaum, Klaus und Michel Beuther, Fritzi und Gerdi Groß, Ines Beyer, Anne Kruschinski, Ricardo Herzog, Scarlett Feichtinger, Jan Haupold, Shirin Semmer, Amira Muhammad, Shaleen Wolf, Lucie Pötschke, Maik Löpelt, Rene Mütze, Tommy Scholz, Jenny Steglich, Julia Braune, Laura Stachowski, Helene Beyer, Lena Pötschke
Kutscher Martin Schulze
Stunt Tilo Hase

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